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ServiCon Partner und Sponsor der PEAK 2022 EO Mayen blickt auf eine gelungene Veranstaltung zurück

New Work und der Arbeitsplatz der Zukunft

Eckhardt Schwarzer, Präsident des DER MITTELSTANDSVERBUND - ZGV e.V., eröffnet die PEAK 2022 ©Mathias RichterHome Office, Mobile Working, flexible Arbeitszeitmodelle, neue Führungsstile, Digitalisierung der Arbeitsprozesse, Aufbrechen von Hierarchien, kreative Arbeitsmethoden, Co-Working Spaces uvm. – New Work hat viele Facetten.

Eins ist jedoch sicher: die derzeitigen Krisen haben den Strukturwandel beschleunigt. So sind beim Thema Home-Office die meisten Verbundgruppen (86%) laut eigenen Angaben mindestens gut aufgestellt. Doch besonders bei der Digitalisierung der Arbeitsprozesse, der Gestaltung von New Work Spaces und der Anwendung von kreativen Arbeitsmethoden, fällt die Bewertung deutlich schlechter aus. Nur 48% bewerten die Digitalisierung der Arbeitsprozesse als mindestens gut und je 36% den Fortschritt für New Work Spaces sowie für kreative Arbeitsmethoden (Studie zur Forschungsfrage der Zukunftsfähigkeit von Verbundgruppen von Herrn Prof. Dirk Morschett, Universität Fribourg in der Schweiz).

Aber wie sieht eigentlich der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Die Antwort ist: flexibel und individuell – denn es gibt keine Einheitslösung für alle. Hybride Lösungen mit einem Mix aus Anwesenheit vor Ort und Home Office, sofern möglich für eine Position, werden die Zukunft sein. Für Aufgaben in Einzelarbeit bietet sich das Home Office an, das Büro hingegen wird zum Ort der Kollaboration. Die kreative Zusammenarbeit steht im Vordergrund und Gemeinschaftserlebnisse sollen geschaffen werden – denn genau diese sorgen für Mitarbeiterbindung und sind im Rahmen der Pandemie verloren gegangen.

Immer mehr Unternehmen führen außerdem meetingfreie “Fokustage” ein, um eine extensive Meeting-Kultur zu brechen. Neben Meetings zu fachlichen Themen erfreuen sich Networking-Sessions an immer größerer Beliebtheit. Beim “Virtual Coffee” sollen gezielt wieder unverbindliche Gespräche wie an der Kaffeemaschine im Büro untereinander geführt werden. 

Ausblick für Verbundgruppen und Genossenschaften

Viele externe Faktoren führen zu Unsicherheiten mit langwierigen Folgen für die globale Wirtschaft, die nicht absehbar sind, denn “(…) wir leben in Zeiten in denen der Ausnahmezustand zum Normalzustand geworden ist” (Hartmut Höppner, Staatssekretär Bundesministerium für Digitales und Verkehr).

Zudem wird auch zukünftig der Fachkräftemangel innerhalb aller Branchen weiter ansteigen und das Arbeitskräftepotenzial durch den demografischen Wandel schrumpfen. So werden bis 2030 ohne Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte circa 10% weniger Arbeitskräfte auf dem Markt verfügbar sein (Leonie Gebers, Staatssekretärin Bundesministerium für Arbeit und Soziales).

Diesen Fachkräftemangel sehen auch 43% der Verbundgruppenzentralen als eine der größten Herausforderungen bis 2030 an. Alleine die Digitalisierung wurde als noch höhere Herausforderung angesehen (70%; Studie zur Forschungsfrage der Zukunftsfähigkeit von Verbundgruppen von Herrn Prof. Dirk Morschett, Universität Fribourg in der Schweiz).

Für Arbeitgeber bedeutet dies: Neue Kompetenzen müssen entwickelt und gefördert werden. Dazu zählen vor allem digitale Kompetenzen als auch Kompetenzen für agile Arbeitsmethoden. 

Unser Fazit

Derzeit ist keine Besserung der angespannten globalen Wirtschaftslage in Sicht. Auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt spricht alles für einen langfristigen immer stärkeren Arbeitnehmermarkt. New (Team-)Work spielt damit eine Schlüsselrolle, um den Anforderungen von Kandidatinnen und Kandidaten langfristig gerecht zu werden.

Die größte Barriere für ein erfolgreiches Change-Management hin zum New (Team-)Work stellt laut den befragten Verbundgruppen vor allem die Einstellung bzw. bestehende Managementkultur dar (71%; Studie zur Forschungsfrage der Zukunftsfähigkeit von Verbundgruppen von Herrn Prof. Dirk Morschett, Universität Fribourg in der Schweiz).

Die Persönlichkeit von Führungskräften wird somit zum entscheidenden Faktor für den langfristigen unternehmerischen Erfolg. Viele Unternehmen setzen daher verstärkt auf Chief Transformation Officer, um die derzeitige Krisensituation auszunutzen und den Wandel schnell voranzutreiben. Auch erfahrene Interim CTOs können hierbei helfen.

Sie konnten nicht and der PEAK teilnehmen oder möchten sich allgemein mit mir über unsere Einschätzung zu New Work und der Digital Transformation speziell für Verbundgruppen und Genossenschaften austauschen?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit Marcus Kunkel unter marcus.kunkel@eoexecutives.com auf oder vereinbaren Sie gerne direkt einen 15-minütigen Gesprächstermin.

Wir freue uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen! 

Das EO Team auf der PEAK 2022 ©Mathias Richter

Ernst Panse
Ernst Panse Ernst Panse Bereichsleiter Mitgliederservice Geschäftsstellenleiter Berlin E-Mail schreiben