Bargeldloses Bezahlen als „New Normal“ - Corona als Katalysator der digitalen Transformation

Nach wie vor beherrscht die Corona Pandemie die Medien und unsere Wahrnehmung. In diesen Tagen geht es vermehrt um die schrittweise Rückkehr zur Normalität. Nur wird diese Normalität aller Voraussicht nach eine andere sein, als sie es vor der Krise war. Man spricht deswegen vom „New Normal“. Dabei wird nicht alles Neue langfristigen Bestand haben. Aber Einiges. Insbesondere bargeldloses Bezahlen gewinnt angesichts der aktuellen Situation neue Attraktivität. Ein Ausblick von unserem ServiCon Partner Payone.

Händler und Verbraucher müssen derzeit umdenken und sich an neue Verhaltensweisen gewöhnen. Abstandhalten im Supermarkt, Plexiglasscheiben an der Kasse und die Maskenpflicht beim Einkaufen sind nur einige der Veränderungen, mit denen sich der stationäre Handel derzeit auseinandersetzen muss. Ein Teil der geänderten Gewohnheiten wird die Pandemie mit Sicherheit überdauern. Auch beim Bezahlen haben sich die Verhaltensweisen geändert. Kontaktloses oder doch zumindest bargeldloses Bezahlen hat für viele Verbraucher angesichts der aktuellen Situation neue Attraktivität gewonnen. 

Das Bezahlverhalten der Deutschen befand sich bereits vor der Corona-Krise im Umbruch. Die Zahl der bargeldlosen Bezahlvorgänge stieg laut einer Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft und der Euro Kartensysteme innerhalb des letzten Jahres von 3,79 auf rund 5,5 Milliarden an. Dabei ist inzwischen jede vierte Transaktion kontaktlos. Die deutschen Händler haben sich auf diesen Trend bereits gut eingestellt: Im vergangenen Jahr investierten sie überdurchschnittlich viel in mobile Apps und Bezahlmethoden; zwischen 2018 und 2019 wuchs die Zahl der aktiven Terminals in Deutschland von 840.000 auf über 871.000.

Aus „bargeldlos“ wird „kontaktlos“

Diese Investitionen zahlen sich nun aus. Virologen raten im Zuge verstärkter Hygiene-Erfordernisse dazu, den Umgang mit Bargeld einzuschränken. Kunden und Händler ergreifen deshalb Sicherheitsmaßnahmen und verzichten auf den Umgang mit Bargeld. Mehr als die Hälfte aller girocard-Zahlungen werden aktuell kontaktlos durchgeführt, so die Deutschen Kreditwirtschaft. Im Dezember habe dieser Anteil noch bei 35 Prozent gelegen.

Kontaktlose Bezahlvorgänge eignen sich vor allem wegen der entfallenden PIN-Eingabe besonders für kleinere Beträge. Der Kontakt mit Scheinen kann komplett umgangen werden. Die Rahmenbedingungen für Kontaktloszahlungen wurden in der Folge schnell an die veränderte Situation angepasst: So gab Mastercard am 25.03.2020 eine Limiterhöhung für kontaktlose Zahlungen in Deutschland bekannt. Der Schwellenwert für kontaktlose Debit- bzw. Kreditkartenzahlungen ohne PIN-Eingabe wurde damit von 25€ auf 50€ angehoben. Bei Visa und American Express ist dies in Deutschland und anderen Märkten bereits der Fall. Am 15.04 gab auch die Deutsche Kreditwirtschaft mit der girocard eine Erhöhung des Limits bekannt. 

Lockerungen der Pflicht zur Unterschrift bei Kreditkartenzahlungen

Auch an anderer Stelle zeigt sich die Flexibilität des bargeldlosen Bezahlens: Bereits seit 2018 heben die Kreditkartenorganisationen schrittweise die Verpflichtung zur Unterschrift auf. Damit können Händler auf die händische Unterschrift ihrer Kunden bei nicht geforderter PIN verzichten. Der Abgleich durch die Kassenkraft ist damit nicht mehr nötig. Das entlastet die Mitarbeiter und beschleunigt die Bezahlvorgänge an den Kassen. Auch die Zahlungsgarantie ist dadurch nicht gefährdet. Dies wird insbesondere durch den EMV-Chip ermöglicht, der den Magnetstreifen bei bargeldlosen Zahlungen zunehmend ablöst.

Der Chip arbeitet mit veränderbaren Datensätzen, die sich nicht kopieren lassen. Der Magnetstreifen hingegen wird mechanisch konfiguriert und kann – zumindest theoretisch – von Betrügern kopiert werden. Die Unterschrift diente Händlern und Karteninhabern deshalb als zusätzlicher Sicherheitsfaktor bei der Autorisierung von Zahlungen. Beim EMV-Chip wird bei jeder Zahlung ein neuer Datensatz erstellt, der zur Autorisierung einer Zahlung mit den Datenbanken der Kreditkartengesellschaften abgeglichen wird. Um eine dauerhafte Kopie des Chips zu erstellen, müssten Betrüger also gleichermaßen Zugang zu den Datenbanken der Kreditkartengesellschaften haben und diese sind heute so sicher wie nie.

Die beschriebenen Neuerungen machen das bargeldlose Bezahlen noch einfacher und nutzerfreundlicher. Die Akzeptanz elektronischer Bezahldienste wird dies auch über die Corona-Krise hinaus sicherlich stärken. Das legt nahe, dass Händler einerseits und Kunden andererseits auch nach der Corona-Krise vermehrt auf das bargeldlose Bezahlen setzen. Auch wenn wir noch nicht im „New Normal“ angekommen sind, wirkt die Krise so zweifellos als Katalysator für Trends und Entwicklungen, die ohnehin schon im Gange waren. Durch Covid-19 erfahren Sie nun einen unerwarteten „Proof of Concept“.

Praxisnahe Unterstützung für den Point of Sale

Bis zum „New Normal“ unterstützten Payment-Provider wie PAYONE den Handel mit wertvollen Praxistipps für den hygienischen Umgang mit Kartenterminals – den unverzichtbaren physischen Komponenten jeder bargeldlosen Zahlung. Dies ist in der aktuellen Phase vorsichtiger Lockerungen und der langsamen Wiederaufnahme des Geschäftsverkehrs von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Auf der zentralen Informationsseite www.payone.com/corona stellt das Unternehmen hilfreiche Informationen bereit. Dort finden Händler unter anderem:

Ansprechpartnerin

Jennifer Dietrich
Teamkoordinatorin Verbundgruppen
Tel. 0172-8914640
jennifer.dietrich@payone.com

Ansprechpartner

Andreas MiernikServiCon Service & Consult
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Jörg GlaserServiCon Service & Consult
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